Ein multinationaler Konzern in Hongkong sah sich mit einem Verlust von 23 Millionen Euro konfrontiert, als Betrüger mithilfe von Deepfakes einen Diebstahl von 25,6 Millionen US-Dollar durchführten, so lokale Berichte. Im Januar erhielt ein Mitarbeiter der Finanzabteilung eine Nachricht von jemandem, der behauptete, der CFO aus dem Vereinigten Königreich zu sein. Der Mitarbeiter führte einen Videotelefonanruf mit dem vermeintlichen CFO und anderen Kollegen durch, von denen später herausgestellt wurde, dass es sich um Betrüger handelte.

Auf Anweisung des falschen Anrufs überwies der Mitarbeiter 200 Millionen Hongkong-Dollar (23,8 Millionen Euro) auf verschiedene Konten in Hongkong. Der Betrug blieb unbemerkt, bis der Mitarbeiter eine Woche später die Unternehmenszentrale kontaktierte und den Schwindel bemerkte.

Die Identität des Unternehmens und der beteiligten Mitarbeiter wurde von der Polizei in Hongkong nicht bekannt gegeben. Berichten zufolge erstellten die Betrüger Deepfakes, indem sie öffentlich verfügbare Video- und Audioinhalte manipulierten.

Während der Videokonferenz interagierte der getäuschte Mitarbeiter nicht mit den falschen Teilnehmern, und eine laufende Untersuchung der Polizei hat bisher zu keinen Festnahmen geführt. Der Vorfall unterstreicht die weltweite Besorgnis über Deepfake-Videos. Selbst Prominente wie Taylor Swift sind Opfer von expliziten Deepfake-Videos geworden, die auf Plattformen wie X und Telegram kursieren. Als Reaktion darauf setzen sich einige Politiker für rechtliche Maßnahmen gegen Deepfakes ein.

Im Mai 2023 brachte der demokratische US-Abgeordnete Joseph Morelle das Gesetz zur Verhinderung von Deepfakes mit intimen Bildern ein, das darauf abzielt, die Verbreitung von nicht einvernehmlichem Deepfake-Pornografie zu verbieten. Der Gesetzesentwurf befindet sich derzeit zur Überprüfung im House Judiciary Committee.

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