Die Wirtschafts- und Finanzminister Deutschlands diskutierten die Möglichkeit einer Überarbeitung der Unternehmenssteuern im Land mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen angesichts verschiedener Hindernisse, darunter steigende Energiekosten, zu stärken.

Wirtschaftsminister Robert Habeck betonte die Notwendigkeit einer Reform und erklärte, dass das aktuelle System der Unternehmensbesteuerung nicht mehr vorteilhaft für Investitionen sei. Er schlug vor, Möglichkeiten zur Finanzierung von Steuersenkungen zu erkunden und zukünftige Investitionen zu fördern.

Große deutsche Unternehmen wie Volkswagen, BASF und Siemens haben Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Landes aufgrund hoher Kosten und bürokratischer Hürden geäußert.

Obwohl er die Notwendigkeit von Veränderungen erkannte, räumte Habeck die finanziellen Einschränkungen der Regierung ein, insbesondere im Hinblick auf den Haushalt 2025, der strenge Kosteneinsparmaßnahmen erfordert.

Habeck schätzte, dass die Senkung des deutschen Unternehmenssteuersatzes von etwa 30 % auf etwa 25 % jährliche Ausgaben von etwa 30 Milliarden Euro erfordern würde. Er betonte die Bedeutung der Anpassung an globale wirtschaftliche Veränderungen und verwies auf bedeutende Unterstützungsprogramme, die von Ländern wie den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen wurden.

Finanzminister Christian Lindner unterstützte Habecks Aussagen und sprach sich für Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft aus, darunter Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, Abbau von Bürokratie und Steueranreize im Rahmen der Unternehmenssteuerreform.

Beide Minister betonten die Dringlichkeit ihrer gemeinsamen Bemühungen und unterstrichen die Notwendigkeit schnellen Handelns, um Deutschlands wirtschaftliche Herausforderungen anzugehen und den anhaltenden Wohlstand zu gewährleisten.

Lindner schlug vor, Unternehmen von der Solidaritätssteuer zu entlasten, die ursprünglich eingeführt wurde, um die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands nach der Wiedervereinigung zu unterstützen.

Lindner betonte die Bedeutung konkreter Ergebnisse und deutete darauf hin, dass der Druck groß ist, Ergebnisse zu liefern, jetzt, da beide Minister in ihren Zielen übereinstimmen.

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